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E-Bikes: Die Zukunft des Nahverkehrs in Metropolen?

E-Bikes haben sich mittlerweile zu einem echten Trend entwickelt. Nicht nur jüngere, sondern auch ältere Radfahrer haben das elektrische Bike für sich entdeckt. Es ist praktisch, umweltfreundlich und erlaubt es, auch schneller längere Strecken zu fahren, ohne aus der Puste zu kommen. Für den Stadtverkehr ist es ebenso geeignet, denn ab einer Antriebsgeschwindigkeit von 25 km/h und darüber hinaus gilt das E-Bike als Kleinkraftfahrzeug. Es wird also Zeit, sich zu fragen, ob die elektrischen Räder den Nahverkehr vor allem in großen Metropolen mit Verkehrsproblemen entlasten können und eine echte Alternative bieten. 

Reduzierung des Individualverkehrs in der City nötig

Ein riesiges Problem in großen Städten sind noch immer die unzähligen Autos, die sich sogar durch die Stadtmitte quälen und für lange Staus und schlechte Luft sorgen. Trotz U-Bahn oder Straßenbahnen ist die Zahl an PKW immer noch erschreckend hoch. Nicht nur für die Umwelt ist das eine enorme Belastung, sondern auch Fußgänger und Innenstädte leiden unter der Verkehrsflut sowie unter Lärm, Abgasen, gefährlichen Situationen und Platzmangel. 

Welchen Beitrag können E-Bikes leisten, um dieses Problem des lärmenden und schmutzigen Individualverkehrs mit zu lösen? Ein erster Schritt müsste erst einmal darin liegen, dass sich die Flut an Autos in den Innenstädten reduziert. Dann kann über weitere Maßnahmen nachgedacht werden. Denn wenn zur bereits bestehenden Masse an Bussen, Taxis, Autos, Motorrädern und Fahrrädern die E-Bikes einfach hinzukommen, ist wohl kaum etwas gewonnen. Dazu müsste bei vielen Menschen ein Umdenken stattfinden. Denn momentan wird das E-Bike in den häufigsten Fällen nur als eine schöne Freizeitmöglichkeit genutzt statt als alternatives Verkehrsmittel – dabei könnten viele Pendler womöglich mit dem E-Bike zur Arbeit fahren und ihr Auto stehen lassen. 

Es mangelt an Infrastruktur für Fahrräder

Des Weiteren ist es definitiv nötig, dass überhaupt erstmal die nötige Infrastruktur geschaffen wird, damit Radfahren grundsätzlich attraktiver wird – ganz besonders in Innenstädten. Der Ausbau von Radwegen bzw. noch mehr abgegrenzte Straßenabschnitte, auf denen nur Räder oder E-Bikes fahren dürfen, würde schon einen großen Teil dazu beitragen, dass mehr Menschen auf das Rad umsteigen. Denn nicht jeder traut es sich zu, mitten zwischen den Autos auf der Hauptstraße herum zu kurven. Doch es könnten genauso gut weitere Anreize geschaffen werden, damit das E-Bike sich als alternatives Transportmittel der Zukunft profilieren kann: Zahlreiche und kostenlose Abstellmöglichkeiten oder womöglich eine kleine finanzielle Unterstützung bei der Anschaffung vom Arbeitgeber, wenn der Mitarbeiter künftig per E-Bike zur Arbeit kommt. 

Das E-Bike könnte eine Zukunft haben

Wenn man es tatsächlich schaffen kann, dass die Städte fahrradfreundlicher werden und weniger Autos fahren, dann besteht eine gute Chance, dass E-Bikes sicherlich zu den Transportmitteln gehören werden, die in Zukunft in den Metropolen eine große Rolle spielen und helfen können, das jetzige Verkehrs- und Autochaos zu entzerren. Grundsätzlich ist eine Trendwende im Verkehr dringend nötig; allein für die Umwelt wäre der Umstieg auf das E-Bike der richtige Schritt. Zudem würde es in den großen Städten für mehr Ruhe sorgen und den Lärmpegel senken. Das würde die Metropolen also ungeheuer entlasten, die Stadt lebenswerter machen und die Luft sauberer. Nicht zuletzt ist das Radfahren natürlich auch für die Fahrer selbst deutlich gesünder als das Sitzen im Auto. 

Es bleibt zu hoffen, dass die Verkehrswende hin zu Fahrzeugen mit Elektro- oder Hybrid-Antrieb zügig in Kraft tritt, damit die Veränderungen sowohl der Umwelt als auch der Stadtentwicklung zugute kommen.

Author

Gerhagd